Schaab_ Druck_Medien Düsseldorf

Wichtige Begriffe. Einfach erklärt

Ausschießen, Computer-to-Plate, Lumbeck-Verfahren, Opazität, PostScript, Softproof — die Sprache der Drucker ist voller Fachtermini, die Kunden oft vor Verständnisprobleme stellen. Um Ihnen die Zusammenarbeit mit uns zu erIeichtern, haben wir für Sie in diesem Glossar wichtige Fachbegriffe leicht verständlich übersetzt.

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S

Sammelbogen
Zusammenfassung mehrerer Druckaufträge auf einem Druckbogen. Damit lassen sich die Druckkosten reduzieren.

Sammelhefter
Maschine zur buchbinderischen Fertigung von Broschüren. Der Sammelhefter trägt die – bereits gefalzten – Druckbögen zusammen, heftet und schneidet die Broschüre.

Satzspiegel
Der Satzspiegel definiert einen rechteckigen Bereich eines Druckwerks, der die zu druckenden Teile (ohne Seitenzahlen und Randbemerkungen) einer Seite enthält.

Scan
Bezeichnet das Einlesen einer Vorlage mittels „Abtasten“ eines Scanners zum Datenformat in den Computer.

Schmuckfarbe, Sonderfarbe
Eine Schmuckfarbe – auch Sonderfarbe genannt – ist eine Druckfarbe, die spezielle optische Eigenschaften aufweist. Meist werden diese Farben zusätzlich zu den Grundfarben CMYK im Mehrfarbdruck verwendet. Typische Schmuck- oder Sonderfarben sind Effektfarben oder Leuchtfarben. Besonders für Corporate Designs sind die Schmuckfarbenpaletten HKS und Pantone gebräuchlich.

Schnittmarken
Schnittmarken legen das Endformat fest und dienen als Hilfe beim Schneiden.

Schön- und Widerdruck
Bedrucken von beiden Seiten eines Bogens.

Schreibschriften
Eignen sich zum Beispiel für Privatdrucksachen, Glückwunschkarten und Urkunden. Wegen der schlechteren Lesbarkeit nicht für längere Texte sinnvoll.

Schriftart
Schriften kann man in verschiedenen Kategorien einteilen, zum Beispiel in Antiquaschriften und Groteskschriften. Außerdem kann man verwandte Schriften zu Schriftfamilien unter einem gemeinsamen Namen (zum Beispiel Helvetica) zusammenfassen – zum Beispiel leichte, magere, halbfette, fette und kursive Ausführungen.

Schriftgrad
Schriftgröße, gemessen in Punkt oder Millimetern. Gemessen wird die Buchstabenhöhe einschließlich Ober- und Unterlängen.

Schusterjunge
Unschöner Umbruch: Die erste Zeile eines Absatzes ist einzeln am Ende einer Seite oder Spalte platziert.

SD-Papier
Selbstdurchschreibepapier. Dieses Papier ist mit verschiedenen Oberflächen beschichtet, die ein Durchschreiben ohne Kohlepapier ermöglichen.

Serifen
Serifen sind kleine, meist waagerechte Fortsätze an der Ober- und Unterkante von Buchstaben. Sie lenken das Auge zum nächsten Zeichen und erleichtern so das Lesen. Es gibt serifenlose und serifenbetonte Schriftarten.

Siebdruck
Durchdruckverfahren. Durch ein Sieb wird Farbe auf den zu bedruckenden Gegenstand gedrückt. Nicht zu bedruckende Stellen werden von einer (fotochemisch hergestellten) Schablone abgedeckt. Eignet sich besonders für den Verpackungsdruck und das Bedrucken von Metallen und Kunststoffen.

Skala (4C)
Farben im Vierfarbdruck: Cyan, Magenta, Yellow und Black.

Skalieren
Unter Skalieren versteht man das Vergrößern oder Verkleinern von zum Beispiel Grafiken oder Bildern in einem Grafikprogramm. Man unterscheidet zwischen linearem Skalieren, bei dem die Proportionen der Seiten erhalten bleiben, und dem ungleichmäßigen Skalieren, bei dem die horizontale und die vertikale Länge unterschiedlich stark verändert werden. Bei der ungleichen Skalierung wird das Objekt verzerrt wiedergegeben.

Sonderfarbe
Im Gegensatz zu den genormten Skalenfarben, mit denen man über die Rasterung Farben mischen kann, werden Sonderfarben „echt“ gedruckt.

Spiralheftung
Bindeverfahren zum Heften von Einzelblättern. In die Blätter werden Löcher eingestanzt, durch die eine Drahtspirale eingefädelt wird.

Stanzung
Mit Stanzen kann man fast beliebige, auch unregelmäßige Formen erzeugen. Dafür werden Stanzwerkzeuge benötigt.

Subtraktive Farbmischung
Farbmischung von Körperfarben (zum Beispiel Vierfarbdruck): Cyan, Magenta, Yellow, (Kontrast) – Zusammendruck ergibt Schwarz. Die Körperfarben reflektieren nur bestimmte Lichtanteile des weißen Lichts. Theoretisch würde die vierte Farbe (Kontrast = Schwarz) nicht benötigt. In der Praxis werden damit jedoch bessere Ergebnisse erzielt.

T

Text, formatiert
Zusammenfassung mehrerer Druckaufträge auf einem Druckbogen. Damit lassen sich die Druckkosten reduzieren.

Tiefdruck
Gängiges Druckverfahren, das bei großen Auflagen eingesetzt wird, zum Beispiel beim Zeitungsdruck. Die Bild- oder Textstellen werden bei diesem Verfahren in den Kupferzylinder geätzt oder graviert. Die zu druckenden Stellen sind somit vertieft – daher auch der Name Tiefdruck. Nichtbildstellen liegen höher und auf einer Ebene. Beim Druckvorgang wird der Zylinder vollständig eingefärbt, die überschüssige Farbe wird mit einem Rakel abgestreift, sodass sich nur noch in den vertieften Stellen Farbe befindet. Anschließend wird der Bedruckstoff mit einer gummierten Walze gegen den Druckzylinder gepresst und saugt die Farbe aus den Vertiefungen auf.

TIFF
TIFF ist die Abkürzung für Tagged Image File Format. Damit wird ein flexibles und vielfältiges Dateiformat zur Speicherung von gepixelten Bildern beziehungsweise Rastergrafiken bezeichnet. Neben den Grafikdaten kann das Dateiformat auch noch statische Daten wie den Namen oder die verwendete Software, den Scannertyp etc. aufnehmen. TIFF-Bilder können unkomprimiert sein, aber auch mit verlustbehafteter Kompression arbeiten, zum Beispiel als Containerformat für JPG-Bilder.

Timing
Englische Bezeichnung für Zeiteinteilung oder Terminierung.

Tonwertzunahme
Beim Drucken mit flüssigen Druckfarben vergrößern sich die Rasterpunkte aufgrund der Absorption durch den Bedruckstoff und den Druck der Rollen in der Druckmaschine. Durch das Farbannahmeverhalten eines Papiers entsteht eine höhere Flächendeckung als beabsichtigt. Dadurch wird der Gesamteindruck des Druckbilds dunkler. Die Höhe der Zunahme wird als Tonwertzunahme bezeichnet.

True Type (TTF)
Schriftdateiformat für einen PC.

Type 1
Schriftdateiformat – PostScript-Font.

Typografie
Ursprünglich bezieht sich Typografie auf die Kunst des Druckens, besonders auf die Buchdruckkunst. Mittlerweile versteht man darunter den künstlerischen Gestaltungsprozess einer Drucksache durch die Wahl von Type und Schriftgrad. Ebenso zählt auch die gesamte Gestaltung von Buchseiten bis hin zur Auswahl des Papiers und des Einbands dazu.

U

Überdrucken
Druckfarben mischen sich, wenn sie übereinander gedruckt werden. Dadurch entstehen andere Farben als ursprünglich gewünscht. Daher werden überlagernde Farbflächen normalerweise ausgespart. Um kräftigere Farben oder einen besseren Kontrast zu erhalten, können in bestimmten Fällen Seitenobjekte – zum Beispiel schwarzer Text – bewusst überdruckt werden.

Überfüllung
Überlappung verschiedener Farben, um Blitzer zu vermeiden. Manche Programme gestatten eine automatische Überfüllung.

Umbruch
Umbruch oder auch Zeilenumbruch ist ein Begriff aus der Textgestaltung. Er gibt die Stelle an, an der der Text in die nächste Zeile übergeht.

Umschlagen
Beim Bedrucken der Bogenrückseite wird der Bogen so gewendet, dass die Vorderkante des Bogens an den Vordermarken bleibt.

Umstülpen
Beim Bedrucken der Bogenrückseite wird der Bogen so gewendet, dass die Vorderkante beim Schöndruck zur Hinterkante beim Widerdruck wird.

Unterlänge
Teil eines Buchstabens, der unter die Grundlinie läuft.

UV-Farbe
UV-empfindliche Druckfarbe, die vor allem im Offsetdruck und im Siebdruck zur Veredelung eingesetzt wird. Sie besteht aus einer Mischung von Monomeren, Prepolymeren und Fotoinitiatoren. Unter Einwirkung von UV-Strahlung wird der Fotoinitiator aktiviert und die Energie wird auf das Bindemittel aus Monomeren und Prepolymeren übertragen. So entsteht eine schlagartige Erhärtung der Farbe. Bei der Verarbeitung dieser Farbe müssen strenge Sicherheitsvorschriften beachtet werden.