Schaab_ Druck_Medien Düsseldorf

Wichtige Begriffe. Einfach erklärt

Ausschießen, Computer-to-Plate, Lumbeck-Verfahren, Opazität, PostScript, Softproof — die Sprache der Drucker ist voller Fachtermini, die Kunden oft vor Verständnisprobleme stellen. Um Ihnen die Zusammenarbeit mit uns zu erIeichtern, haben wir für Sie in diesem Glossar wichtige Fachbegriffe leicht verständlich übersetzt.

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P

Paginieren
Nummerierung eines Schriftstücks, zum Beispiel ein Buch oder eine Broschüre, mit fortlaufenden Seitenzahlen. Üblicherweise werden die Seitennummerierungen in der Kopf- oder Fußzeile mittig oder am äußeren Seitenrand angegeben. Auf bestimmten Seiten wie zum Beispiel dem Inhaltsverzeichnis oder auf Vakatseiten (leere Seiten) wird die Nummer oft aus ästhetischen Gründen nicht angegeben.

Pantone
Farben, bei denen der jeweilige Farbton beziehungsweise das Mischungsverhältnis genau festgelegt ist – man bezeichnet sie auch als Sonderfarben. Das Pantone-Farbsystem wurde von Pantone, Inc., einem amerikanischen Unternehmen, entwickelt. Jede Farbe hat eine eindeutige Nummer, anhand der sie weltweit kommuniziert und identifiziert werden kann. Pantone-Sonderfarben finden häufig in den Bereichen Branding und Corporate Design beziehungsweise Corporate Identity Anwendung, um eine exakte Farbgenauigkeit zum Beispiel für das Unternehmens- oder Markenlogo zu gewährleisten und damit einen hohen weltweiten Wiedererkennungswert zu ermöglichen.

Papier, gestrichenes
Papier, bei dem im Veredelungsverfahren die Oberfläche mit einem Bindemittelauftrag gleichmäßig geschlossen, glatt und stabil gemacht wird. Die drucktechnische Wiedergabe feinster Details wird so verbessert und eine höhere Qualität beim Druck erreicht. Es wird zwischen holzhaltigem, leicht holzhaltigem und holzfreiem Papier unterschieden, das matt oder glänzend, ein- oder beidseitig gestrichen sein kann.



Papier, holzfreies
Holzfreies Papier, korrekte Bezeichnung: holzstofffreies Papier. Hochwertiges Papier, das ausschließlich aus reinem Zellstoff (und/oder Hadern) hergestellt wird; es darf maximal einen Anteil von 5 % verholzter Fasern enthalten. Die Bedruckbarkeit des holzfreien Papiers kann durch Satinieren verbessert werden.

Papier, matt gestrichenes
Feine, gestrichene Papiersorte, die nur sehr gering oder gar nicht satiniert wurde.

Papiergewicht (Grammatur)
Das Gewicht von Papier wird in Gramm pro Fläche beziehungsweise Quadratmeter gemessen. Ein DIN-A0-Bogen (999.949 mm²) entspricht etwa einem Quadratmeter (1.000.000 mm²), daher lassen sich auch die Gewichte von kleineren Bogen beziehungsweise Blättern leicht daraus berechnen. Das gängige Schreib- beziehungsweise Briefpapier wiegt 80 g/m². Papier hat ein Gewicht von 7 g/m² bis 150 g/m² – alles darüber ist Karton mit 150 bis 600 g/m² oder Pappe mit über 600 g/m².

Pappe
Aus Faserstoffen bestehender Werkstoff, der fester und steifer als Karton ist und eine weniger glatte Oberfläche hat (in Bezug auf Papier und Karton). Pappe hat ein Flächengewicht von mindestens 600 g/m². Teilweise spricht man auch schon bei einem Gewicht von circa 400 g/m² von Pappe, obwohl das eigentlich noch Karton wäre. Besonders in der Verpackungsindustrie wird Pappe eingesetzt, aber man kann auch Möbel daraus anfertigen.

Parallelfalz
Einfache Falztechnik, bei der alle Falze parallel verlaufen. Ein Papierbogen wird so gefalzt, dass der nachfolgende Falz immer parallel zum vorhergehenden verläuft, zum Beispiel Wickelfalz, Zickzack-Falz.

Passer
Bezeichnet das genaue Über- oder Nebeneinanderdrucken der einzelnen Farben bei einem Mehrfarbdruck. Ein Druck mit ungenauem Passer wirkt unscharf, da die einzelnen Farbschichten gegeneinander verschoben sind (siehe auch Passkreuze).

Passkreuze
Passkreuze, auch Passerkreuze genannt, sind Markierungen, die an den Ecken außerhalb des Beschnitts beziehungsweise außerhalb des Druckbereichs angebracht werden, um den genauen Passer zu erreichen.

PDF
Das PDF (= Portable Document Format) ist ein hochstrukturiertes Dokumentformat, das auf der Sprache PostScript basiert und für eine nahtlose Portabilität zwischen Rechnerplattformen und Ausgabegeräten entwickelt wurde. PDF-Dateien sind kompakte Dateien, die alle Informationen zu Schriftarten, Grafiken und Druck in hoher Auflösung enthalten können. Entscheidend ist dabei aber die Einstellung. Insbesondere müssen die Schriften komplett eingebettet werden. Für die Verwendung als Druckvorlage ist die Option „PDF-X3“ am besten geeignet. Soll im Farbdruck produziert werden, sollten die Daten im DTP-/Grafik-Programm bereits im CYMK-Format vorliegen. Zum Ansehen von PDF-Dateien genügt der kostenlose Acrobat Reader.

Perforation
Stanzung beziehungsweise Lochung im Papier oder im Karton. In Perforiermaschinen oder zum Teil auch in Endlosdruckmaschinen, Buchdruckmaschinen oder Offsetdruckmaschinen wird der Bedruckstoff mit aneinandergereihten Schlitzen oder kleinen Löchern versehen, um einen Teil abtrennen oder umlegen zu können.

Pfad
In Grafikprogrammen ist ein Pfad aus Ankerpunkten und den Kurvenzügen dazwischen zusammengesetzt. Diese sogenannten Bézierkurven können im Verlauf verändert und verlustfrei verzerrt oder skaliert werden. Außerdem beschreibt ein Pfad in Dateisystemen die Abfolge der Verzeichnisse, die durchlaufen werden müssen, um zu einer bestimmten Datei zu gelangen.

Piktogramm
Grafisches Element zur Symbolisierung und schnellen Erkennung.

Pixel
Bildpunkt, siehe Pixelgrafik.

Pixelgrafik
Grafik, die sich aus Bildpunkten (Pixeln) zusammensetzt, zum Beispiel bei Bildern. Typische Pixelformate sind JPG und TIF. Bei Pixelgrafiken kommt es bei starker Vergrößerung zu Problemen, weil dann die einzelnen Pixel sichtbar werden – beispielsweise können Treppeneffekte bei Konturen und Linien auftreten.

Plano
Als Plano bezeichnet man ein Druckprodukt, das ungefalzt geliefert werden soll.

Plastikeffektheftung
Bindeverfahren für Einzelblätter. In die Blätter werden Löcher gestanzt, durch die eine Bindeleiste aus Kunststoff eingefädelt wird.

PostScript
Genormte und verbreitete Seitenbeschreibungssprache. PostScript enthält englische Klartextkommandos; Text- und Grafikdaten werden darin verschlüsselt. PostScript ermöglicht die Ausgabe auf postscriptfähigen Druckern oder Belichtern in hoher Qualität. Die Erstellung der PostScript-Datei erledigt der Druckertreiber.

Prägestempel
Für Blindprägungen wird meistens eine gravierte Messingplatte verwendet. Der Prägestempel muss natürlich seitenverkehrt und negativ sein, das heißt, was hoch geprägt werden soll, muss vertieft eingraviert werden.

Proof
Ein Proof dient der Qualitätskontrolle in der Druckvorstufe. Bevor ein Auftrag in Druck geht, sollte ein form- und farbverbindlicher Einzeldruck (Proof) erstellt werden, um mit dem Druck die höchstmögliche Qualität zu erzielen.

Punkt
Typografische Maßeinheit, die eigentlich durch das metrische System abgelöst wurde, aber für Schriftgrößen noch gebräuchlich ist. 1 Punkt (Didot-System) = 0,376 mm. Gebräuchlich im EDV-Bereich ist ferner der Pica-Punkt: 1 Pica-Punkt = 0,351 mm.

Q

QuarkXPress
QuarkXPress ist ein rahmenorientiertes Grafik- beziehungsweise Layoutprogramm, das ursprünglich für Apple Macintosh entwickelt, ab der zweiten Version aber auch für Windows gebräuchlich wurde. Das Programm wird zur Erstellung professioneller Layouts verwendet und ist zusätzlich mit Werkzeugen für Typografie und Druckvorstufe ausgestattet. QuarkXPress zählt neben InDesign von Adobe Systems zu den marktführenden DTP-Layoutprogrammen. Es verfügt über zahlreiche im Bereich der Printmedien unverzichtbare Funktionen aus dem Bereich der Druckvorstufe, wie typografische Kontrolle und Funktionen, die Möglichkeit der Farbseparation, Überfüllungsalgorithmen sowie PostScript- und PDF-Ausgabe. Das Programm wird in unserem Haus jedoch nicht mehr verwendet.

Querformat
Das Blatt Papier im Querformat bedeutet, dass sich die kürzeren Seiten rechts und links befinden.

Quetschfalten
Quetschfalten können in der Druck- oder Falzmaschine entstehen und führen zu einer Qualitätsbeeinträchtigung.

R

Raster
Um Halbtöne (Farbzwischentöne) im Druck darstellen zu können, werden Raster verwendet. Das menschliche Auge erfasst die Rasterpunkte als Halbton (zum Beispiel bei Schwarzdruck Grautöne). Je nach Größe der Rasterpunkte kann der Farbwert gesteuert werden.

Rasterweite
Abstand der Rasterpunkte. Siehe auch DPI.

RAW
Digitalkameras erlauben meist das Abspeichern in diesem Format. Der Vorteil liegt in den vollständigen Informationen, die eine höhere Bildqualität und vor allem bessere Nachbearbeitungsmöglichkeiten bieten als JPEG.

Rechtsbündig
Textzeilen werden an der rechten Kante bündig ausgerichtet.

Recyclingpapier
Recyclingpapier wird zu 100 % aus Altpapier hergestellt – laut Gesetz darf ein Recyclingpapier ab einem Anteil von 80 % Altpapier als „aus 100 % Altpapier“ deklariert werden. Die Qualität und Reißfestigkeit des Papiers kann mittels Beimischung neuer Fasern gesteigert werden. Meist ist Recyclingpapier grauer als andere Papiersorten, da es Farbreste aus dem Altpapier enthält. Um weißes Recyclingpapier herzustellen, benötigt man bestimmte Chemikalien, die die Farbreste aus dem Altpapier entfernen, und man muss das Fasermaterial zusätzlich bleichen.

Register
Register dienen dem Ordnen von Inhalten nach unterschiedlichen Kriterien (Zahlenregister, Sortierung nach Buchstaben, Datum etc.), um dem Leser den Inhalt eines Ordners, Buches oder sonstigen Druckwerks möglichst schnell zu erschließen.

RGB
Abkürzung für die Grundfarben Rot, Grün und Blau des additiven Farbmodells. RGB-Farben finden Anwendung bei selbstleuchtenden Ausgabe- und Aufnahmegeräten wie Monitor, Scanner oder Videokamera. Werden alle drei Farben übereinanderprojiziert, entsteht Weiß. Für den Druck sind RGB-Farben nicht geeignet.

Reliefdruck
Die dreidimensionale Struktur regt zum Anfassen an. Das erhöht die Aufmerksamkeit des Betrachters.

Rillung
Bei stärkerem Karton – etwa ab 170 g/m² – sollte vor dem Falzen gerillt beziehungsweise genutet werden. Im Prinzip wird dabei an der Stelle, wo gefalzt werden soll, eine Linie in den Karton eingeprägt. Dadurch kann man vermeiden, dass Papierfasern beim Falzen unschön „brechen“.

Ringösen
Ausgebogene Heftklammern zum Abheften der Broschüre in einem Ordner.

RIP
Raster-Image-Prozessor. Für die Ausgabe auf Laserbelichtern oder auch Laserdruckern müssen die Text- und Bilddaten aufbereitet werden. Der RIP berechnet, wo Pixel belichtet werden müssen und wo nicht. Die Berechnung erfolgt auf Basis der Seitenbeschreibungssprache – beispielsweise PostScript – der Druckdatei. In Laserdruckern ist der RIP fest integriert.

Rohbogen
Für den Druck werden Überformate verwendet, um die Drucksachen nochmals sauber beschneiden zu können. Gängige Rohbogenformate sind zum Beispiel 43 cm x 61cm, 44 cm x 63cm, 61 cm x 86cm, 65 cm x 92cm oder 70 cm x 100cm.

Rollenetiketten, Endlosetiketten
Etiketten, die auf einer zusammenhängenden Rolle produziert und ausgeliefert werden.

Rotationsdruck
Die Druckabwicklung erfolgt über Zylinder. Man unterscheidet Bogen- und Rollenrotation.

Rückendrahtheftung
Klammerheftung mit Heftdraht durch den Rücken einer Broschüre.

Rüstzeit
So bezeichnet man in einer Druckerei die Zeit, die dazu benötigt wird, eine Druckmaschine für einen Druckvorgang einzurichten und sie beispielsweise mit den notwendigen Farben und Druckplatten zu bestücken.