Schaab_ Druck_Medien Düsseldorf

Wichtige Begriffe. Einfach erklärt

Ausschießen, Computer-to-Plate, Lumbeck-Verfahren, Opazität, PostScript, Softproof — die Sprache der Drucker ist voller Fachtermini, die Kunden oft vor Verständnisprobleme stellen. Um Ihnen die Zusammenarbeit mit uns zu erIeichtern, haben wir für Sie in diesem Glossar wichtige Fachbegriffe leicht verständlich übersetzt.

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D

Dateiformate
Das Dateiformat beziehungsweise die Dateiendung lässt Interpretationen bezüglich des Inhalts und der Metadaten zu. Die Formate von Grafikdateien beschreiben zum Beispiel den Aufbau der Bilddatei (Rastergrafik, Vektorgrafik etc). In der folgenden Liste haben wir einige gängige Dateiformate für Sie zusammengestellt:

Dateiendung Vollständiger Name Bemerkungen
.ai Adobe Illustrator Drawing
.bmp Bitmap Bilddatei (von Windows)
.cdr CorelDRAW Vektorgrafik
.doc Document Textdatei (einfacher Text)
.eps Encapsulated PostScript Vektorgrafik, Schriftschnitte, Bitmaps
.gif Graphics Interchange Format verlustfrei komprimierendes Grafikformat
.indd InDesign Document Adobe-InDesign-Dokument
.jpg/.jpeg Joint Photographics Experts Group Bilddatei
.pdf Portable Document Format plattformunabhängiges Dokumentenformat
.png Portable Network Graphics Bilddatei
.ps PostScript plattformunabhängiges Dokument
.psd Photoshop Document Grafikformat von Photoshop (von Adobe)
.qxd QuarkXPress Document Dokumentenformat (bis einschl. QuarkXPress 5)
.qxp QuarkXPress Project Dokumentenformat (ab Version QuarkXPress 6)
.rar RAR-Archiv komprimierendes Dateiformat
.raw RAW Graphics Format Rohdatenformat
.tif/.tiff Tagged Image File Format universelles Pixelbild-Format
.txt Text Textdatei (einfacher Text)
.zip ZIP-Dateiformat komprimierte Datei


Datencheck
Bei einem Datencheck werden die Druckdaten vorab hinsichtlich der drucktechnischen Erfordernisse überprüft.

Datenübernahme
Die Übernahme von Fremddaten zur Ausbelichtung kann mit Schwierigkeiten verbunden sein. Problematisch sind vor allem Daten aus Microsoft-Office-Programmen.

Densitometer
Gerät zur Raster- und Dichtemessung beim Drucken (Dichte: Farbauftrag beim Druck).

Digitaler Druck
Digitaldruck ist ein Druckverfahren, bei dem das Druckbild direkt von einem Computer in eine Druckmaschine übertragen wird. Dadurch sind wirtschaftlich kleinste Auflagen beziehungsweise sogar individuell personalisierte Ausdrucke – wie für Direktwerbung – möglich.

DIN A
Papiergrößen werden in Deutschland nach DIN 476 beschrieben. Das jeweils nächstkleinere DIN-A-Format entsteht durch Halbieren der Längsseiten des Ausgangsformats:

DIN A0 841 x 1.189 mm
DIN A1 594 x 841 mm
DIN A2 420 x 594 mm
DIN A3 297 x 420 mm
DIN A4 210 x 297 mm
DIN A5 148 x 210 mm
DIN A6 105 x 148 mm
DIN A7 74 x 105 mm
DIN B
Formatangaben für Versandtaschen:
DIN B4 250 x 353 mm
DIN B5 176 x 250 mm
DIN B6 125 x 176 mm
DIN C
Formatangaben für Versandtaschen und Hüllen:
DIN C4 229 x 324 mm
DIN C5 162 x 229 mm
DIN C6 114 x 162 mm
DIN C6/5 114 x 229 mm
(maschinenkuvertierbare Hüllen)
DPI
Dots per Inch – Maß für Rasterweite, im DTP-Bereich üblich.

Dispersion
Bei Druckfarben versteht man hierunter das Eindringen (Wegschlagen) der Farben in den Bedruckstoff.

Drucknutzen
Um das Papierformat besser ausnutzen zu können und um kostengünstiger und schneller produzieren zu können, druckt man häufig in mehreren Nutzen. Dabei sind auf einem Druckbogen mehrere Nutzen angeordnet, die dann erst beim Beschneiden getrennt werden.

Duplexdruck
Zweitondruck. So kann man beispielsweise durch Braun als Zusatzfarbe das Bild „wärmer“ machen.

Durchschuss
Beim Durchschuss handelt es sich um den Abstand der Buchstaben von der Unterlänge der oberen und der Oberlänge der unteren Zeile.

E

Effektfarben
Schmuckfarben, die dem Druckprodukt ein besonderes Aussehen verleihen oder die Aussage unterstreichen sollen. Typische Effektfarben sind Gold, Silber oder Leuchtfarbe, aber auch Glanzlack, Strukturlack, Hitze-Aktiv-Farbe (Farbe, die unter Einwirkung von Wärme ihre Farbigkeit verändert) und Farben, die einen Stein- oder Perlmuttcharakter haben, sind möglich.

Einband
Manuell oder maschinell gefertigte Buchdecken für Bücher oder Umschläge für Broschüren, die mit dem Buch- beziehungsweise Broschurblock zu fertigen Produkten gebunden werden.

Einbruchfalz
Der Einbruchfalz – auch Lagenfalz genannt – ist eine Falztechnik, bei der ein Papierbogen einmal mittig gefalzt beziehungsweise gefaltet wird. Diese Technik wird zum Beispiel angewendet, wenn ein DIN-A4-Papierbogen in einen DIN-A5-Umschlag eingelegt werden soll (für Briefbögen wird diese Technik normalerweise nicht verwendet). Auch Broschüren oder Zeitungen, die im DIN-A3-Format gedruckt werden, faltet man häufig mit dieser Technik auf ein DIN-A4-Format.

Eingebundene Grafiken
Diese Grafiken sind in die Text- beziehungsweise DTP-Datei integriert und werden zusammen mit dieser abgespeichert. Nachteilig ist dabei, dass man meistens die Grafiken nicht mehr bearbeiten kann, weshalb eine Verknüpfung besser ist.

Einzug
Einrückung der ersten Zeile eines Absatzes.

Endformat
Mit Endformat wird das Format des fertig gefalzten und beschnittenen Druckwerks bezeichnet.

EPS
Encapsulated PostScript = spezielles Grafikformat, das auf PostScript aufbaut. Für Grafiken in vielen Programmen einsetzbar. EPS-Dateien können sowohl Vektorgrafiken, als auch Pixelgrafiken enthalten.

Euroskala
Farbsystem für Vierfarbdruck.

Exponent
Hochstehendes Zeichen (zum Beispiel m2).

F

Fadenheftung
Die Fadenheftung ist ein aufwendiges und hochwertiges Bindeverfahren. Dabei werden die einzelnen Falzbogen im Rücken mit dem folgenden Bogen und einem Faden zu einem Buchblock vernäht.

Fadenzähler
Lupe zur Kontrolle der Passergenauigkeit beim Druck.

Falzmarke
Hilfslinien zum Falzen von Briefbogen.

Farbauszug
Der Farbauszug ist das Ergebnis einer Farbseparation. Im Vierfarbdruck gibt es die Farbauszüge Cyan, Magenta, Yellow und Black. Sie können in Form von digitalen Daten oder Druckplatten vorliegen.

Farbannahme
Relative Menge der Druckfarbe, die ein Papier während des Druckvorgangs aufnehmen kann. Das Farbaufnahmeverhalten beziehungsweise die maximal aufzunehmende Farbmenge ist zum einen von der Verdichtung beziehungsweise der Porosität der Oberfläche des Papiers und zum anderen von der Zügigkeit und der Viskosität der Druckfarbe abhängig. Um eine hohe Druckqualität zu erreichen, muss dies bei der Druckvorbereitung beachtet und kompensiert werden.

Farbdeckung
Summe der Druckfarben. Das bedeutet, die vier Skalenfarben beim Vierfarbdruck ergeben addiert eine bestimmte Farbdeckung. Bei gestrichenem Papier sollte die Farbdeckung maximal bei 320 % bis 340 % liegen.

Farbkanal
Der Farbkanal informiert über die im Bild enthaltenen Farbkomponenten. Pro Farbauszug ist ein Kanal vorhanden, die Anzahl variiert somit je nach Farbmodus: Im CMYK-Modus gibt es vier Farbkanäle, bei RGB-Bildern nur drei.

Farbkeil
Bezeichnet den Messstreifen, der bei einem Vierfarbruck zwischen den Drucken zur Kontrolle der Farbe eingesetzt wird.

Farbprofil
Gibt die charakteristische Farbe eines bestimmten Geräts – zum Beispiel von Scanner, Monitor, Drucker – an. Jedes farbverarbeitende System hat seine eigene Farbcharakteristik, da es die wiederzugebende Farbe in einem gewissen Maß verändert oder verfälscht. Das jeweilige Farbprofil wird entweder vom Hersteller mitgeliefert oder vom Anwender für das individuelle Gerät generiert. Die Daten können mit einem Color-Management-System in dem einzelnen Gerät einem Standard entsprechend abgestimmt werden (Farbkalibrierung).

Farbraum
Zahlenmäßige Beschreibung von Farbe. Jedes Gerät in der Medien- oder Drucktechnik stellt einen bestimmten Bereich des sichtbaren Lichtspektrums dar. Dieser Farbraum ist bei verschiedenen Geräten nie ganz identisch. Deshalb können zum Beispiel auf dem Bildschirm dargestellte Farben nicht genau so im Druck wiedergegeben werden.

Farbseparation
Grafiken und Bilder müssen für den Druck in die einzelnen Druckfarben zerlegt werden, beim Vierfarbdruck (siehe „subtraktive Farbmischung“) also in Cyan, Magenta, Yellow und Black.

Feindaten
Digitale Daten, die für den Druck bearbeitet wurden. Insbesondere für Bilder sind hochauflösende Daten (mindestens 300 dpi) notwendig, um eine optimale Druckqualität zu erreichen. Die Feindaten werden zur Highend-Ausgabe auf Belichtern für Druckplatten, Digitaldruckmaschinen etc. übertragen.

Flattermarken
Auf dem Druckbogen aufgedruckte kleine Balken, die nach dem Falzen des Bogens im Bogenrücken sichtbar werden. Sie erleichtern es dem Buchbinder, beim Zusammentragen die richtige Reihenfolge zu erkennen. Sind die Bogen richtig angeordnet, sind die Flattermarken treppenförmig zu sehen. Ist das Buch fertig gebunden, sind sie nicht mehr sichtbar.

Flattersatz
Wenn Textzeilen in Leserichtung an dem gleichen Punkt beginnen (also linksbündig sind), am Ende aber unterschiedlich auslaufen, dann bezeichnet man das als Flattersatz.

Flexodruck
Dieses Verfahren gehört zu den Hochdruckverfahren. Es wird mit flexiblen Klischees gearbeitet. Flexodruck findet vorwiegend Anwendung beim Verpackungsdruck und beim Bedrucken von Folien, Einkaufstaschen, Kartons usw.

Flyer
Bezeichnung für ein kleinformatiges Prospekt, einen Hand- oder Flugzettel.

Font
Schriftdatei. Gängig sind die Formate True Type, Type 1 und Open Type.